Die Geschichte zum Plakatmotiv
Als Plakatmotiv wurde für die Ausstellung ein Bild ausgewählt, das die Ankunft von Zwangsarbeiterinnen aus der Sowjetunion im Durchgangslager Berlin-Wilhelmshagen im Dezember 1942 zeigt.
Ab dem Frühjahr 1942 kamen Tag für Tag Tausende deportierte Männer, Frauen und Kinder mit Bahntransporten in sogenannten Durchgangslagern an, die überall im Deutschen Reich als regionale Verteilungszentren eingerichtet wurden.
In den Durchgangslagern mussten sich die Menschen zunächst einer Desinfektion unterziehen. Mitarbeiter der Arbeitsämter registrierten sie anschließend und stellten Arbeitskarten und -bücher aus. Schließlich wurden sie den Firmen zugeteilt, die Arbeitskräfte beantragt hatten.
Häufig setzten die Arbeitsämter einen Tag fest, an dem sich Landwirte oder Firmenvertreter Arbeitskräfte gegen eine Gebühr aussuchen konnten. Ehemalige Zwangsarbeiter beschreiben in ihren Erinnerungen diese Situation als einen Sklavenmarkt.
