Displaced Persons

Holzschild am Lagereingang, 1951.

Ende 1951 wurde das Lager von deutschen Behörden übernommen. Ab 1956 wurden auf dem Gelände deutsche Vertriebene angesiedelt, die nun neben den DPs lebten.

Quelle: Stadtarchiv Wolfratshausen

Blick auf den Roosevelt-Platz, 1956.

1945 wurden die Straßen im Lager umbenannt. Der Adolf-Hitler-Platz hieß nun Roosevelt-Platz. Nach 1956 fand eine erneute Umbenennung statt. Jetzt hieß der Platz „Seminarplatz“.

Quelle: Stadtarchiv Wolfratshausen

Speisesaal der Kantine, ohne Datum.

Die Versorgung der DPs mit Lebensmitteln war Anlass für Ursache ständiger Beschwerden aus der deutschen Bevölkerung. Sie kritisierten die aus ihrer Sicht übertriebene Hilfe für die DP-Lager.

Quelle: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg

Fußballmannschaften der DP-Lager Landsberg und Föhrenwald, 1949.

Sportveranstaltungen waren wichtiger Teil des Alltags in den DP-Lagern. Seit 1947 gab es für die jüdischen DP-Lager sogar eine eigene Fußballliga.

Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, Washington

Mitarbeiter des UNRRA-Teams, 1947.

Jeweils ein UNRRA-Team betreute ein DP-Lager. Hauptaufgabe war die Hilfe bei der Organisation der Heimkehr oder Auswanderung. 1947 wurden sie durch die International Refugee Organization (IRO) abgelöst.

Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, Washington

Plakat der Fußballmannschaft Maccabi des DP-Lagers Föhrenwald, 1947.

In den DP-Lagern gab es 80 jüdische Fuballmannschaften, die seit 1947 in zwei Ligen spielten. Maccabi Föhrenwald spielte in der Südliga (jiddisch: Dorem-Lige) und konnte in der ersten Saison den vierten Platz erringen.

Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, Washington

DP-Lager unter der Verwaltung der UNRRA, Mai 1946.

Bis Mitte 1947 war die United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) für die Betreuung der DP-Lager zuständig. Danach wurde sie von der International Refugee Organization (IRO) abgelöst, die versuchte, den noch etwa 500 000 in den Lagern lebenden Menschen bei der Auswanderung oder der Integration in Deutschland zu helfen.

Quelle: Archiv des International Tracing Service, Bad Arolsen

Mitarbeiter des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes an der „Zentralen Namenskartei“, um 1960.

1948 übernahm der Suchdienst des Internationalen Roten Kreuzes die Aufgabe, bei der Suche nach verschollenen oder vermissten Angehörigen zu helfen. Wichtigstes Hilfsmittel war die „Zentrale Namenskartei“ mit Einträgen zu ungefähr 17,5 Millionen Menschen – darunter auch mehrere Millionen ehemalige Zwangsarbeiter.

Quelle: Archiv des International Tracing Service, Bad Arolsen

Displaced Persons

Die in Deutschland zurückgebliebenen ehemaligen Zwangsarbeiter – darunter viele Juden – wurden von den westalliierten Besatzungsmächten in Lagern für „Displaced Persons“ untergebracht. Dort warteten sie auf ihre Auswanderung. Manche hofften auch, in Deutschland eine neue Existenz aufbauen zu können.

Häufig waren es ehemalige KZ- oder Zwangsarbeiterlager, in denen „Displaced Persons“ auf die Erlaubnis für ihre Einreise in die USA, Kanada, Australien oder nach Palästina bzw. in den neuen Staat Israel warteten.

Diejenigen, die in Deutschland bleiben wollten, wurden von Einheimischen argwöhnisch betrachtet. Sie galten als lästige Kostgänger, die unberechtigte Ansprüche stellten.